Hadersfeld

Hadersfeld

  • Seehöhe 439 Meter
  • Fläche von 3,47 km²
  • 137 Häuser
  • 361 Einwohner

Der hochgelegene Ort liegt auf der Höhe des Wienerwaldes, wo dessen Kamm in das Kahlengebirge übergeht. Es ist ein Kettendorf mit Streckenhöfen, neuzeitlichen und jüngsten Blockfluren und einem den ganzen Ort umgebenden Waldgebiet hoher Lage. Der dort liegende Sonnberg an der südlichen Grenze ist 441 Meter hoch, der Heuberg östlich 347 Meter. Die Gruppe der Hadersfelder Berge, die das Nordende der Alpen darstellt, wird durch den Kierlingbach und den schon von den Römern als Straße benützten Sattel von Gugging vom übrigen Wienerwald abgetrennt. Als schöner Aussichtspunkt über die Donau hinaus bis zum Bisamberg, zum Marchfeld und zum Rohrwald bietet Hadersfeld einen vielfach aufgesuchten Ausflugspunkt.
Um 1904 wurde in Hadersfeld eine eigene Ortwasserleitung gebaut. Anlassfall hiezu waren mehrere Typhusfälle bei Sommerparteien im Schloss, die vom unhygienischen Wasser herrührten. Auch waren die bei vielen Häusern angelegten Hausbrunnen meist nicht sehr ergiebig und dazu oftmals nicht genügend weit weg von Güllegruben und Misthaufen angelegt. Im näheren Ortsbereich standen drei, für damalige Verhältnisse saubere, Quellen zur Verfügung, die aber in den Sommermonaten manchmal auch versiegten. Diese Quellen waren die „Königsbrunnenquelle“, heute mit Betonringen eingefasst, dient als Reservelöschwasserbrunnen für die Feuerwehr. Das „Ameisenbründl“ oberhalb der Greifensteiner Straße und schließlich die Quelle im Kierlinger Graben. Leute, die es sich leisten konnten, ließen sich das Trinkwasser vom „alten Schnapper“ mit dem Wasserwagen nach Hause bringen. 1907 wurde die Wasserleitung in Hadersfeld einer der Ersten im Bezirk Tulln.
1925 bekommt Hadersfeld den elektrischen Strom. Mit dem Strom ging man damals sehr sparsam um. Er wurde ausschließlich zum Beleuchten verwendet. Trotzdem verfügte Hadersfeld über eine besonders fortschrittliche Straßenbeleuchtung. Diese wurde bei Bedarf und bei Dämmerung zwischen 18 und 20 Uhr vom Haus „Denk“ (Feldgasse 6) aus eingeschaltet. Der Grund dafür war, dass die Bauern in dieser Zeit die Milch im Milchkasino abgaben.

Sehenswertes:

  • Schloss Hadersfeld:1664 erbaut und 1805 vom damaligen Besitzer Fürst Liechtenstein zum Wohn- und Jagdschloss mit Kapelle umgebaut.
  • Obelisk:Nördlich des Ortes befindet sich der Obelisk, von dem aus die Wanderer einen herrlichen Rundblick über den Wienerwald genießen können. Ursprünglich war dies die Stätte früherer Leuchtfeuer, die vor einfallenden Türken warnen sollten. Heute können sich dort vor allem Kinder am Spielplatz austoben...